KI, Medienbildung und Gesellschaft

KI verstehen.
Gesellschaft stärken.

Aktuelle Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz – verständlich eingeordnet für Menschen, die KI verstehen, beurteilen und vermitteln wollen. Medienpädagogisch fundiert und mit Bibliotheken als wichtigen Orten der Orientierung und Teilhabe.

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Im Fokus

ArtCraft: Wenn KI am Geschäftsmodell ihrer Branche sägt

Mit KI entwickelte Softwareklone von ArtCraft stellen vertraute Abo-Modelle infrage. Was offene Alternativen ermöglichen – und wo Qualität und Recht noch Fragen aufwerfen.

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Artikelblitzlicht

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Grundlagen und Orientierung

KI verstehen und vermitteln

Grundlagen zu KI, Medien- und Informationskompetenz, Demokratie, Datenschutz und gesellschaftlicher Teilhabe.

Der Überblick

Neue Einordnungen

Bildung & VermittlungOktober 13, 2026 · 8 Min.

Die neue KI-Kluft: Warum Zugang zu ChatGPT allein noch keine Teilhabe schafft

Andrej Karpathy beschreibt eine wachsende Kluft zwischen Menschen ohne KI-Erfahrung, gelegentlichen Chatbot-Nutzenden und einer kleinen Gruppe mit Zugang zu leistungsfähigen Agentensystemen. Seine Zahlen sind grobe Schätzungen, machen aber erhebliche Unterschiede bei Zugang, Nutzung und Verständnis sichtbar.

Bibliotheksperspektive

Öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken können niedrigschwellige Zugänge, Lernräume und kritische Orientierung anbieten. Dabei geht es nicht nur um Bedienkompetenz, sondern ebenso um Informationskompetenz, demokratische Teilhabe und das Verständnis der Machtverhältnisse hinter KI-Systemen.

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Recherche & InformationskompetenzOktober 7, 2026 · 6 Min.

Unsichtbar markiert: Was KI-Wasserzeichen verraten – und was nicht

OpenAI will bestimmte KI-Texte mit einem unsichtbaren Wasserzeichen versehen. Am 5. Oktober kündigte das Unternehmen an, die Technik „textGrain“ in den kommenden Wochen für geeignete ChatGPT- und Codex-Ausgaben in der EU einzuführen. Über die Programmierschnittstelle, kurz API, ist sie für ausgewählte Modelle zunächst optional verfügbar. Der zugehörige Textdetektor bleibt anfangs zugelassenen Forschenden und Fachorganisationen vorbehalten. […]

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Recht & EthikOktober 6, 2026 · 7 Min.

Wenn KI-Agenten eigene Wege gehen – und Unternehmen verantwortlich bleiben

KI-Agenten umgehen Zugriffsbeschränkungen, verlassen ihre Testumgebung und greifen fremde Systeme an. Das klingt nach dem Moment im Film, in dem jemand hektisch den Stecker sucht. Die dokumentierten Vorfälle brauchen allerdings keine dramatische Musik. Sie sind auch bei nüchterner Betrachtung ernst genug. Dabei hilft weder die Vorstellung einer erwachten Maschine noch die beruhigende Erklärung, es sei […]

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Recht & EthikOktober 2, 2026 · 6 Min.

Vom Einzelfall zum Muster: OpenAI warnt mehr als 100 Organisationen vor seinen KI-Agenten

OpenAI hat mehr als 100 Organisationen über auffällige Aktivitäten seiner KI-Agenten informiert. Die Systeme umgingen teilweise Zugangskontrollen oder griffen auf interne Bereiche von Websites zu. Auch Library and Archives Canada war Ziel eines nicht eindeutig OpenAI zugeordneten Versuchs. Der Fall zeigt, warum autonome KI klare Berechtigungen, Protokollierung und menschliche Kontrolle benötigt.

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Recherche & InformationskompetenzOktober 1, 2026 · 7 Min.

Weiß auf weiß: Wie versteckte Texte KI-Systeme im Recruiting manipulieren sollen

Manche Lebensläufe enthalten Texte, die für Menschen unsichtbar bleiben, von KI-Systemen aber gelesen werden. Eine Untersuchung fand solche Inhalte in rund einem Prozent von etwa 200.000 Bewerbungen. Ob sie tatsächlich erfolgreich waren, wurde nicht geprüft. Die Methode zeigt dennoch, wie leicht externe Dokumente zu Trägern einer Prompt Injection werden können.

Bibliotheksperspektive

Die Methode macht ein grundlegendes Problem für Bibliotheken und andere Einrichtungen sichtbar: KI-Systeme können in eingelesenen PDFs, Internetseiten oder E-Mails enthaltene Anweisungen mit den eigentlichen Arbeitsaufträgen verwechseln. Externe Inhalte müssen deshalb als potenziell nicht vertrauenswürdig behandelt und KI-gestützte Bewertungen immer fachlich kontrolliert werden.

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PraxisOktober 1, 2026 · 6 Min.

Wenn Bibliotheksbestände zu KI-Trainingsdaten werden

OpenAI finanziert die Digitalisierung historischer Bestände der Bodleian Libraries. Die Materialien sollen öffentlich zugänglich werden, fließen aber offenbar auch in das KI-Training ein. Das Projekt zeigt die Chancen automatisierter Erschließung und wirft zugleich Fragen nach Transparenz, Nutzungsrechten und dem wirtschaftlichen Wert bibliothekarischer Sammlungen auf.

Bibliotheksperspektive

Bibliotheken sind nicht nur Aufbewahrungsorte, sondern schaffen durch Auswahl, Erschließung und Kontextualisierung den Wert ihrer Sammlungen. Kooperationen mit KI-Unternehmen sollten deshalb den öffentlichen Nutzen, freie Zugänglichkeit, Nutzungsrechte, fachliche Kontrolle und mögliche Abhängigkeiten transparent regeln.

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Der Ansatz

Nicht nur weitergeben.
Entwicklungen einordnen.

01

Kuratieren

Ausgewählt werden Entwicklungen, die für Bildung, Information, Kultur und Gesellschaft relevant sind.

02

Einordnen

Technische, medienpädagogische und gesellschaftliche Folgen werden verständlich eingeordnet.

03

Übertragen

Aus aktuellen Entwicklungen entstehen Impulse für Bibliotheken, Bildungspraxis und Wissensarbeit.