Wenn Bibliotheksbestände zu KI-Trainingsdaten werden
OpenAI finanziert die Digitalisierung historischer Bestände der Bodleian Libraries. Die Materialien sollen öffentlich zugänglich werden, fließen aber offenbar auch in das KI-Training ein. Das Projekt zeigt die Chancen automatisierter Erschließung und wirft zugleich Fragen nach Transparenz, Nutzungsrechten und dem wirtschaftlichen Wert bibliothekarischer Sammlungen auf.
Bibliotheken sind nicht nur Aufbewahrungsorte, sondern schaffen durch Auswahl, Erschließung und Kontextualisierung den Wert ihrer Sammlungen. Kooperationen mit KI-Unternehmen sollten deshalb den öffentlichen Nutzen, freie Zugänglichkeit, Nutzungsrechte, fachliche Kontrolle und mögliche Abhängigkeiten transparent regeln.